Das Online-Magazin für saisonalen Genuss.
24. Juni 2019

Feldsalat

Feldsalat hilft meisterhaft über die Wintermonate hinweg, wenn andere Salatsorten sich rarmachen. Beim feinen Feldsalat, auch als Rapunzelsalat bekannt, lohnt sich das Zugreifen.

Feldsalat

Feldsalat hilft meisterhaft über die Wintermonate hinweg, wenn andere Salatsorten sich rarmachen. Beim feinen Feldsalat, auch als Rapunzelsalat bekannt, lohnt sich das Zugreifen.

Manch einer tut dies sogar mit so großem Appetit wie die Frau im Märchen „Rapunzel“: „Wenn ich keine Rapunzeln zu essen bekomme, sterbe ich.“ Im Leben ist es wie im Märchen: Am Ende wird alles gut – mit Feldsalat sowieso.

Feines Wintergrün

Zarter Salat in salatarmen Zeiten: Dieses Versprechen gibt der nussig-zarte Feldsalat mit jedem seiner vielen grünen Blättchen. Das Beste daran: Er hält, was er verspricht. Wunderbar grün, wunderbar zart, mitten im Winter. Zugegeben: Es bedarf einer gewissen Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung. Zwischen den kleinen Blattwirbeln des Feldsalats kann so manches Sandkorn stecken. Wer auf das Knirschen beim Kauen lieber verzichten möchte, der wäscht die Blättchen vorher gründlich. Das war es aber auch schon, was es an Tipps zum Umgang mit Feldsalat zu sagen gibt. Der Rest ist Genuss.

Erst wild, später in Reihe

Das wussten bereits die Menschen der Steinzeit. Zumindest gehen Forscher davon aus, dass man schon damals die kleinen Blättchen des Feldsalats sammelte und als Nahrung nutzte. Allerdings wuchs das Gemüse damals noch wild in Feld und Wiese. Gezielt landwirtschaftlich angebaut wird der Salat erst seit etwa 100 Jahren. Heute kultiviert man ihn in ganz Europa. Jetzt im Januar kommt er größtenteils aus Frankreich. Feldsalat ist eine der nährstoffreichsten Salatsorten und liefert jede Menge Vitamin C. Das tut besonders in der kalten, dunklen Jahreszeit gut, weil es das Immunsystem stärkt. Obendrauf gibt es noch die ätherischen Öle im Feldsalat, allen voran das leicht beruhigend wirkende Baldrianöl.

Standhaft der Welt trotzen

Es ist erstaunlich, wie widerstandsfähig die zarten Blättchen des Feldsalats sind. Unerschrocken stehen sie auch bei Frost auf den Äckern. Klettern die Temperaturen wieder in Plusbereiche, wird knackfrisch geerntet. Was die Zubereitung von Feldsalat angeht, reicht ein kurzer Satz: Er macht alles mit. Er schmeckt mit schlichter Honig-Senf-Soße ebenso wie opulent mit gebratenem Speck zubereitet. Fruchtig wird’s mit Orangenstücken. Gehackte Walnüsse sind das i-Tüpfelchen. Einfach fein, dieser Salat.

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