Das Online-Magazin für saisonalen Genuss.
24. August 2019

Zitronen

Zitronen waren schon für Goethe der Inbegriff von Italiensehnsucht. Sie bringen Leichtigkeit und Sonne auf den Tisch – und das tut dieser Tage, wo das Frühjahr sich mal mehr, mal weniger vorsichtig ankündigt, doppelt gut.

Zitronen

Zitronen waren schon für Goethe der Inbegriff von Italiensehnsucht. Sie bringen Leichtigkeit und Sonne auf den Tisch – und das tut dieser Tage, wo das Frühjahr sich mal mehr, mal weniger vorsichtig ankündigt, doppelt gut.

Ran an die Zitronen! Zum Salat oder Nachtisch, für den Braten oder den Fisch, ins Risotto oder in den Kuchen. Nur das Reinbeißen sei den Sizilianern überlassen. Sie schaffen es, dabei keine Miene zu verziehen.

„Ich empfehle Zitronensaft für Kräuterquark – als Dip und Beilage für die schnelle Küche. Magerquark, frische Kräuter, Pfeffer und Salz vermengen und mit Zitrone abschmecken.“

Sabrina Sprung, Obst- und Gemüseexpertin

Wecker für Lebensgeister

Gibt dir das Leben Zitronen, mach Limonade draus! Dieser Spruch zum Mutmachen beschreibt es gut: Zitronen sind Alleskönner. Vorhang auf für ein Obst der Extraklasse! Ein wenig Duft von Zitronenschale lässt selbst schwere Gemüter sich aufhellen. Einige Spritzer Zitronensaft machen aus laschen Gerichten schmackhafte Speisen. Ihre feine Würze ist für Spitzenköche so unerlässlich wie Pfeffer und Salz. Mit Zitronen marinieren sie Fisch und erfrischen Schnitzel. Zitronensaft bewahrt Äpfel, Birnen und anderes Obst vor dem Braunwerden. Zitronen schenken dem schwersten Essen einen Hauch von Leichtigkeit. Fettiges und Süßes wird bekömmlicher.

Frucht der Gegenteile

Sauer macht lustig, heißt es im Volksmund. Damit sind nicht so sehr Humor und Witzigkeit gemeint. Vielmehr spielt der Spruch darauf an, dass Zitronen Lust aufs Essen machen. Ihre ätherischen Öle regen den Appetit an und schärfen die Geschmacksnerven. Gleiches gilt für das Aroma von Pasta, Hühnchen und Reisgerichten. Zitronen können aber auch anders. So dämpfen sie beim Fisch einen allzu starken Eigengeruch. Besonders bemerkenswert: Zitronensäure wirkt nicht etwa sauer, sondern basisch. Damit können die Früchte den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen.

Frucht der Wunder

Zitronenbäume haben die wundersame Eigenart, gleichzeitig zu blühen und Früchte zu tragen. Auch deshalb sind Zitronen ganzjährig im Angebot, sodass es keinen Grund gibt, die Obstschale im Haus jemals ohne Zitronen zu bestücken. Sie helfen nicht nur beim Kochen und bringen Geschirr und Fenster zum Glänzen. Sie wirken auch beruhigend und stärkend, schleimlösend und immunstärkend. Sie vertreiben Kopfweh, Schluckauf, Durchfall und Schlaflosigkeit. Bei derlei vielfältigen guten Wirkungen könnte man doch glatt denken, dass es höhere (Zitronen-)Wesen gibt, die es gut mit uns Menschen meinen.

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