Das Online-Magazin für saisonalen Genuss.
23. August 2019

Paprika

Paprika gibt es in vielen Farben, Formen und Schärfen: rot, gelb, grün, orange, groß, klein, dick, spitz, scharf und mild. Je nach Rezept und Geschmack kann aus dieser Paprikavielfalt die geeignete Form ausgewählt werden. Das gilt sogar für den Namen: „der“ Paprika, „die“ Paprika, zwei Paprika, zwei Paprikas – alles richtig, alles verständlich. Bleibt nur noch die Wahl der leckersten Rezepte.

Paprika

Paprika gibt es in vielen Farben, Formen und Schärfen: rot, gelb, grün, orange, groß, klein, dick, spitz, scharf und mild. Je nach Rezept und Geschmack kann aus dieser Paprikavielfalt die geeignete Form ausgewählt werden. Das gilt sogar für den Namen: „der“ Paprika, „die“ Paprika, zwei Paprika, zwei Paprikas – alles richtig, alles verständlich. Bleibt nur noch die Wahl der leckersten Rezepte.

Sommerlich bunt

Paprika? Nein danke! Das war in Europa bis in die 1950er-Jahre einhellige Meinung. Die Sorten der Gemüsepaprika waren alle noch ziemlich scharf, zu scharf für den damaligen Geschmack. Bis ungarische Züchter den Ausweg fanden.

Der Scharfmacher in Paprika heißt Capsaicin. Besonders große Mengen davon stecken in Chilischoten. Der Stoff löst in Schleimhäuten einen starken Hitze- oder Schärfereiz aus. Vier Springreiter gingen im Jahr 2008 mit dem Scharfstoff in die Geschichte der Olympischen Spiele ein – allerdings ohne sich mit Ruhm zu bekleckern und ohne Beteiligung von Paprika. Sie hatten die Vorderbeine ihrer Pferde mit Capsaicin behandelt. Das steigert die Schmerzempfindlichkeit, sodass die Pferde besonders vorsichtig springen, um keine Hindernisberührung zu riskieren. Die Reiter wurden wegen des sogenannten chemischen Barrens, das als Doping gilt, von den Spielen ausgeschlossen.

Karrierestart nach Entschärfung

Zurück zur erbaulichen kulinarischen Karriere der Paprika. Spanische Seefahrer brachten das Gemüse von ihren Entdeckungsreisen aus Südamerika mit. Wie andere Nachtschattengewächse fristeten auch Paprika in Europa wohl über 400 Jahre ein Dasein als Zierpflanze. Zwar wurde vermutlich schon im 17. Jahrhundert versucht, weniger scharfe Sorten zu züchten, doch ohne Erfolg. Erst in den 1950er-Jahren gelang es ungarischen Züchtern, dem Gemüse die Schärfe zu nehmen. Die Paprika konnte durchstarten. Heutige Gemüsepaprika enthalten so gut wie kein Capsaicin mehr.

Von Farben und Sorten

Viele sind rot, andere grün, manche gelb und einige orange. Die verschiedenfarbigen Paprikaschoten sind jeweils eigene Sorten und unterscheiden sich leicht im Geschmack. Grüne Paprika sind meist knackig und leicht herb. Gelbe und orangene schmecken lecker saftig. Die roten Paprika sind süßer und fruchtiger. Was darf es heute sein?

Hierleben - Das Online-Magazin für saisonalen Genuss.
Das Online-Magazin für saisonalen Genuss.
23. August 2019