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15. Juli 2019

Naturkost, die von Herzen kommt

Es duftet köstlich. Im Bauckhof-Backlabor holt Kerstin Gödecke frisches Wunderbrød aus dem Ofen. Ist das Brot gelungen? War die Backmischung in Ordnung? Ja, es duftet nicht nur gut, es schmeckt auch hervorragend.

Naturkost, die von Herzen kommt

Es duftet köstlich. Im Bauckhof-Backlabor holt Kerstin Gödecke frisches Wunderbrød aus dem Ofen. Ist das Brot gelungen? War die Backmischung in Ordnung? Ja, es duftet nicht nur gut, es schmeckt auch hervorragend.

Die Produktion bekommt grünes Licht – und Jan-Peter Bauck kann seinem Besucher Torben Gedrath, Warenhausleiter bei famila, stolz die neuen Produkte im Lager zeigen. Im kleinen Heideort Rosche, wenige Kilometer östlich von Uelzen, ist die Bauck GmbH zu Hause, die hinter der Marke Bauckhof steht. Im Ort steht die Bauck-Mühle, am Ortsrand die moderne Zentrale. „Der Pionier unter den Naturkostherstellern“ wird das Unternehmen genannt, das Bio- und Demeter-Nahrungsmittel herstellt und sich seit 2006 auch auf eine Vielzahl glutenfreier Produkte spezialisiert hat. Mehr als 170 Beschäftigte arbeiten in Rosche, und das Bauckhof- Sortiment umfasst Backmischungen für Brot und Kuchen, für Herzhaftes und Süßes, verschiedene Mehle und vollwertige Müslis. Der Mühlenbetrieb verarbeitet vor allem Demeter-Getreide von regio nalen Erzeugern, darunter Dinkel und Weizen. Dazu kommen spezielle Getreide wie Hirse, Quinoa und Buchweizen.

Vom Bauernhof zum Bio-Pionier

Alles begann im Jahr 1932, als Großvater Eduard Bauck auf seinem Bauernhof in Klein Süstedt die damals noch neue biologisch-dynamische Landwirtschaft einführte. Überzeugt von der Idee und den guten Erträgen, hielt die Familie Bauck an dieser Form der Landbewirtschaftung fest. In den Folgejahren kamen die Bauckhöfe in Amelinghausen und Stütensen hinzu. Auf diesen drei Säulen gründeten Bauck-Familienmitglieder und norddeutsche Demeter-Landwirte 1969 die Gesellschaft zur Verarbeitung und Vermarktung von Demeter-Erzeugnissen. In diesem Jahr wird das 50-jährige Jubiläum des Bio-Pioniers gebührend gefeiert, kündigt Geschäftsführer Jan-Peter Bauck an. Der Enkel von Eduard Bauck führt durch den Firmensitz in Rosche, unter dessen Dach sich Verwaltung, Qualitätssicherung, mehrere Produktionswege, Lager, eine separate Mühle für die Produktion glutenfreier Mehle sowie die Getreidemühle im Ortskern befi nden. Rund 7.500 Tonnen Getreide werden pro Jahr verarbeitet, etwa 94.000 Packungen verlassen täglich das Werk, um in 40 Länder exportiert zu werden.

Das Herz des Bauckhofs

Bevor jedoch Backmischungen und Müslis gemixt werden können, muss das Getreide zu Mehl gemahlen werden. Die traditionelle Mühle ist das Herz des Bauckhofs; die Bauckhof-Müller sind die Seele des Ganzen: „Seit es unsere Getreide-Mühle gibt, arbeite ich hier“, sagt Johann Michel schmunzelnd und öffnet die Tür zum Labor, in dem alle Getreidechargen analysiert werden – auf Feuchte, Stärkegehalt und viele andere Parameter. Nebenan steht Johann Michels ganzer Stolz, eine Antiquität, aber noch voll in Betrieb und sehr wichtig. Es ist ein 40 Jahre alter Ofen, in dem Getreide nach anthroposophischen Regeln für das Produkt „Kornfix Schnellkochgetreide“ thermisch aufgeschlossen wird. Laut wird es im Mühlenraum. Hier reihen sich die Walzenstühle aneinander, in denen die Körner über mehrere Stationen erst aufgebrochen und dann von innen nach außen zu feinem Mehl gemahlen werden.

Top-Thema Qualitätssicherung

Zurück in der Zentrale, zeigt Jan-Peter Bauck vier Mischanlagen, sechs Abpackstraßen und die vollautomatische Absackanlage. Alle Abläufe werden engmaschig kontrolliert, sowohl maschinell als auch durch die Mitarbeiter. Um sorgfältige Kontrollen geht es auch in der Abteilung Qualitätssicherung. „Zehn Prozent unserer Mitarbeiter arbeiten hier. Wir nehmen dieses Thema sehr ernst“, versichert der Chef. Kerstin Gödecke und ihre Kolleginnen begutachten alle eingehenden Rohstoffe. Gerade untersucht sie konzentriert eine Probe Kichererbsen auf Verunreinigungen, bevor sie nach nebenan ins Backlabor eilt – das Wunderbrød muss aus dem Ofen.

Verlässliche Partner

„Wir stehen voll hinter der anthroposophischen Landwirtschaft und Ernährungslehre. Demeter ist das Biosiegel mit der höchsten Güteklasse“, sagt Jan-Peter Bauck und erklärt: „Unser Ziel ist es, durch den Vertrieb unserer Produkte den Ausbau der biologisch-dynamischen Landwirtschaft zu fördern, auch aktiv mehr Flächen dafür zu akquirieren und Landwirte bei der Umstellung zu unterstützen.“ Torben Gedrath, Warenhausleiter bei famila, hat schon seit 2014 die Produkte aus Rosche in den Regalen, damals als erster famila-Markt: „Der Name Bauckhof war hier in der Gegend bekannt, und wir wollten unser Sortiment ohnehin bewusster, regionaler und biologischer aufstellen. Es kommt bei den Kunden auch sehr gut an, dass wir eine breite Palette glutenfreier Produkte anbieten können“, sagt er und lässt sich von Sales Manager Holger Hahn zeigen, was es Neues gibt. Jan-Peter Bauck lächelt und nickt: „Ich freue mich von ganzem Herzen, dass wir die Zusammenarbeit mit famila intensivieren können. Ein verlässlicher Partner – wir passen sehr gut zusammen.“

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