Eine Portion Sonne
ANANAS bringt saftige Fruchtsüße aus den warmen Teilen der Erde zu uns – gerade jetzt sehr gut zu gebrauchen.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Dieses Obst lässt uns im grauen Januar vom Sommer träumen. Als Bewohner der Tropen brauchen Ananaspflanzen viel Wärme, um zu gedeihen. In ihren süßen Früchten steckt die Sonne von Costa Rica und Honduras. Hierzulande sieht man die Pflanzen in kuschelig-warmen Gewächshäusern botanischer Gärten. Dort beginnen sie ab Mai zu blühen und bilden prächtige Blütenstände aus. Die Frucht thront später wie eine Krone auf der Pflanze, selbst geschmückt mit einem imposanten Blattschopf.
Vom Smoothie bis zum Schnitzel
Frische Ananas schmeckt unübertroffen lecker. Die geschälten Scheiben und Stücke in Dosen kommen an diesen Geschmack bei Weitem nicht heran. Ananas kann man pur genießen, für Smoothies verwenden (siehe Rezept auf der rechten Seite) oder als Zutat für winterliche Obstsalate, für Geschnetzeltes und auf der Pizza einsetzen. Die Früchte eignen sich auch ideal als Kuchenzutat, als Dessert, als Carpaccio und in der Soße zu Schweinegeschnetzeltem (siehe Rezept auf Seite 22). Grundsätzlich kommen sie verzehrfertig in den Handel. Wer es gern extrasüß mag, lässt sie noch einige Tage in der Obstschale nachreifen.
Lecker und clever
Ananaspflanzen haben einen Trick für Trockenzeiten, den nur ganz wenige Pflanzen beherrschen. Die meisten Pflanzen müssen tagsüber das Sonnenlicht für ihr Wachstum nutzen. Sie nutzen dafür winzige Öffnungen an den Blattunterseiten, um Kohlendioxid für die Photosynthese aufzunehmen. Gerade in heißen Regionen geht dabei allerdings viel Wasser verloren. Die Ananaspflanze nimmt das Kohlendioxid nachts auf, speichert es und kann es tagsüber für sich nutzen, ohne wertvolles Wasser zu verlieren. Die Ananas ist also beides: sehr lecker und sehr clever.
Rezepte