Goldene Hähnchenzeiten
Der Begriff Kikok bedeutet Hähnchengenuss mit Charakter. Mehr Zeit beim Heranwachsen der Tiere, Futter mit hohem Maisanteil und viel Platz sorgen für richtig guten Geschmack. Hinter Kikok steckt eine Idee, die Tierwohl, Tradition und Qualität vereint. Bei dieser „Slow-Chicken“-Variante ergänzen sich artgerechte Aufzucht, ein hoher Qualitätsstandard und echtes Hähnchenaroma perfekt.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Ich esse Kikok-Hähnchen gern als Sonntagsbraten, am liebsten mit Erbsen, Möhren und Salzkartoffeln. Das qualitativ hochwertige Fleisch ist nicht so wässrig, sondern etwas fester, und der Geschmack ist absolut top.“
Dirk Traulsen, Fleischexperte im Markant-Markt Eckernförde/Borby
Hähnchen ist ein Klassiker in der Küche: schnell gemacht, vielseitig und lecker. Kikok-Hähnchen ist dabei noch mal eine Klasse für sich. Der Name klingt schon ein bisschen frech, und tatsächlich steckt dahinter eine kleine Revolution in der Geflügelhaltung. Entstanden ist sie 1994. Damals wagten die Brüder Heiner und Werner Borgmeier gemeinsam mit einer Brüterei, mehreren Aufzuchtbetrieben sowie der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen einen bewussten Schritt hin zu besonders verantwortungsvoller und qualitätsorientierter Geflügelhaltung. Das Ziel: ein Hähnchen, das „wie früher“ schmeckt – und gleichzeitig Tierwohl, Transparenz und faire Strukturen in der Landwirtschaft fördert.
Mehr Zeit zum Wachsen
Kikok-Hähnchen unterscheiden sich deutlich von konventionell erzeugtem Hähnchenfleisch. Wesentliche Faktoren sind: eine langsamer wachsende Rasse, deutlich geringere Stallbesatzdichte, Beschäftigungsmaterial wie Picksteine und Schaukeln sowie eine ausgewogene Fütterung mit mindestens 50 Prozent Mais. So entwickelt das Fleisch ein intensiveres Aroma, eine saftigere Textur und die typisch goldene Haut. Komplett gentechnikfreies Futter gehört ebenfalls zum Konzept. Antibiotika kommen nicht zum Einsatz. Sollte ein Tier dennoch behandelt werden müssen, scheidet es aus dem Kikok-Programm aus. Warum das alles? Weil gutes Hähnchen Zeit braucht. Die meisten herkömmlichen Hähnchen erreichen möglichst schnell ihr Schlachtgewicht. Die „Slow Chicken“ von Kikok wachsen langsamer heran – und das spürt man später beim Essen. Das Fleisch bleibt saftig, hat Biss und einen intensiven Geschmack. Eine gute Gelegenheit, dies zu testen, bietet unser Rezept für Paprikahähnchen aus dem Ofen auf der folgenden Seite.
Regional, nachvollziehbar und verantwortungsvoll
Das Kikok-Konzept passt perfekt in die heutige Zeit: Wir Deutschen essen so viel Geflügel wie nie zuvor. 2024 lag der Pro-Kopf-Verbrauch laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft bei rund 13,6 Kilogramm. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für Tierwohl und Transparenz. Viele Kunden wollen wissen: Woher kommt das Fleisch? Wie wurde das Tier gehalten? Bei Kikok gilt ganz klar: Regional, nachvollziehbar und verantwortungsvoll soll die Hähnchenfleischerzeugung sein. Auch für die bäuerlichen Betriebe ist das Konzept ein Gewinn. Sie arbeiten in stabilen, verlässlichen Strukturen mit fairen Vergütungen und langfristiger Planungssicherheit. So entsteht ein Netzwerk, das sowohl den Menschen als auch den Tieren zugutekommt.
Rezept