Gut gezupft
Ein goldbraunes Brötchen, außen leicht kross, innen fluffig weich. Darin türmen sich butterzarte Fleischfasern. Pulled Pork ist nicht einfach nur Fleisch. Langsam gegart und mit Rauch und Gewürzen durchzogen, ist es ein Stück kulinarische Geschichte, das den Weg aus den Südstaaten der USA auf unsere Teller gefunden hat.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Pulled Pork ist wunderbar würzig, saftig und zart. Ich mag das Fleisch im Burger gern mit Barbecue-Soße, Krautsalat oder Rotkraut, Gurke, Zwiebeln und Tomate.“
Wolfgang Uecker, Fleischexperte im famila-Warenhaus Kiel/Neumeimersdorf
Ursprünglich entstand Pulled Pork als Gericht nicht besonders wohlhabender Farmer im Süden der Vereinigten Staaten. Damals nahm man ein Stück Schweineschulter – zäh, durchwachsen und eigentlich nicht für die feine Küche bestimmt – und verwandelte es mit Geduld und durch die Magie des langsamen Garens in ein Festmahl. Stundenlang schmorte oder räucherte man das Fleisch bei niedriger Temperatur, bis es so zart war, dass man es mit zwei Gabeln auseinanderzupfen konnte. Das Ergebnis bekam die Bezeichnung Pulled Pork – der englische Ausdruck für gezupftes Schweinefleisch.
Jeder Bissen eine kleine Reise
Heute ist der Pulled-Pork-Burger ein Sinnbild für Genuss ohne Eile. Zwischen zwei Brötchenhälften treffen das aromatisch-würzige Fleisch, frischer Cole-Slaw-Salat, eine rauchige Barbecue-Soße und vielleicht noch ein paar eingelegte dünne Gurkenscheiben aufeinander. Jeder Bissen ist eine kleine Reise: erst das Knacken des Salats, dann die Süße und Rauchnote der Soße, gefolgt von feinen Fleischfasern, die auf der Zunge zergehen. Schweinenacken oder Schweineschulter ohne Knochen eignen sich am besten für Pulled Pork. Sehr empfehlenswert ist Fleisch vom Strohschwein. Bei diesem von famila unterstützten Haltungskonzept dürfen die Tiere unter den besonderen Bedingungen der neuen „Haltungsform 4 – Auslauf/Weide“ aufwachsen, die weit über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen. Sie haben dauerhaft freien Auslauf, viel Platz, Tageslicht und frische Luft, getrennte Ruhe-, Fress- und Spielbereiche sowie frisches Stroh als Einstreu auf mindestens einem Viertel der Stallfläche. Strohschweine erhalten ausschließlich gentechnikfreies Futter, überwiegend aus der Region. Alle Ferkel kommen aus der eigenen Zucht oder aus Deutschland, und Antibiotika dürfen nur im Notfall bei Krankheit und ausschließlich durch den behandelnden Tierarzt verabreicht werden. Außerdem erzeugt die Strohschweinehaltung deutlich geringere Emissionen und erfordert weniger Energieaufwand für Lüftung und Heizung.
Klassiker der modernen Burgerkultur
Ein Pulled Pork Burger ist kein Snack für nebenbei. Er ist ein Erlebnis, ein kleines Fest – für alle, die besondere Aromen und das Glück von Slow Food lieben. Wer einmal hineingebissen hat, versteht sofort, warum dieses Gericht von einer improvisierten Idee zum Klassiker der modernen Burgerkultur wurde. So schenkt auch unser Rezept für Pulled-PorkBurger mit süßer Senfsoße auf der folgenden Seite kulinarische Glücksmomente.
Rezept