Internationaler Suppenkasper
KNOLLENSELLERIE wirkt mit seiner rubbeligen Schale vielleicht unspektakulär, doch er bietet ungeahnte Möglichkeiten.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Knollensellerie verleiht Braten, Suppen und Soßen immer eine leckere Extraportion Geschmack – einfach mitkochen und fertig.“
Katrin Jungbluth, Obst- und Gemüseexpertin im Markant-Markt Hagenow
Meist kommt er zusammen mit Möhren, Lauch und Petersilie daher. Als sogenanntes Suppengrün ist der Knollensellerie eine leckere Würzgrundlage für Suppen und Eintöpfe wie Erbsen-, Kartoffel- und Linsensuppe. Einige kennen das Gemüse auch als geraspelte Zutat für Wintersalate mit Äpfeln und Möhren – wie im bekannten Waldorfsalat. Noch viel zu selten taucht die knubbelige Knolle in neuen Kombinationen auf: als Sellerieschnitzel, Pommes, Püree oder gebratene Scheibe mit dunkler Soße. Oder wie wäre es mit eingelegtem Sellerie mit Cranberrys?
Intensiver Duft
Wie Möhren und Rettich gehört Sellerie botanisch zu den Rüben. Neben dem Knollensellerie gibt es Stangen- und Blattsellerie. Je nach Sorte sind die Knollen rund, platt oder kegelförmig. Knolle und Blätter der Pflanze duften dank ätherischer Öle köstlich. Meist gilt: Je gelber das Fruchtfleisch, umso aromatischer ist es. Knollensellerie schmeckt als Rohkost im Salat oder Smoothie, gedünstet, als Suppenzutat, gebraten, püriert oder auch in Pommesform geschnitten und frittiert. Er ist ganzjährig erhältlich und meist recht günstig.
Neue Ideen
Wer auf der Suche nach neuen Rezepten mit Knollensellerie ist, wird von der Vielfalt überrascht. Das Gemüse wird in allen Küchen der Welt verwendet, und jedes Land hat leckere Spezialitäten: tschechische Sellerienocken, amerikanischer Coleslaw mit Sellerie, mediterraner Sellerie aus dem Ofen mit Honig und Thymian oder asiatischer, eingelegter Knollensellerie mit Chilidressing. Diese Knollen sollten wie früher in jeder Küche einen festen Platz haben.
Rezepte