Leuchtende Multitalente
ZITRONEN sind erstaunliche Alleskönner. Säure, Saftigkeit, gute Laune? Die knallgelben Zitronen bringen alles mit!
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Zitronensaft verarbeite ich gern zusammen mit Orangensaft, einem Apfel, frischer Kurkuma und einem Löffel Honig zu einem leckeren Shot. Den genieße ich jeden Morgen vor der Arbeit.“
Daniel Springborn, Warenhausleiter bei famila in Rotenburg
Wer seinen Gesprächspartner bis ins Kleinste ausfragt, der quetscht ihn sprichwörtlich aus wie eine Zitrone. Jemand, der einen im Nachhinein nicht besonders erfolgreichen Deal abgeschlossen hat, hat mit Zitronen gehandelt, sagt der Volksmund. Johann Wolfgang von Goethe setzte diesem Obst mit seinem Gedicht „Mignon“ Ende des 18. Jahrhunderts für alle Zeiten ein literarisches Denkmal. Als Ausdruck seiner Sehnsucht nach einer Italienreise schrieb er: „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“ Diese Beispiele zeigen: Zitronen begleiten die Menschen seit Jahrhunderten – in der Kunst ebenso wie in der Küche.
Unverzichtbar in allen Kategorien
Sauer macht lustig. Bestimmt steht dieser Ausspruch auch dafür, dass Zitronen einfach für alles gut sind: für süße Gerichte ebenso wie für herzhafte, für Cocktail und Limo, zum Fisch wie zum Fleisch, für Desserts und für Torten. Zitronen sind in der Küche unverzichtbar wie Pfeffer und Salz. Die Farbe der Früchte sagt wenig über Reifegrad und Aroma aus. Im Spätsommer sind Zitronen manchmal noch etwas grün, denn die Nächte in den Herkunftsländern sind noch frostfrei. Erst wenn es knackig kalt wird, baut sich das grüne Chlorophyll ab, und die gelb-orangenen Farbstoffe kommen voll zur Geltung.
Gelb wie die Freude
Kommen wir noch einmal auf Goethe zurück: In seiner damals revolutionären Farbenlehre, die erstmals die Wirkung von Farben untersuchte, schreibt er: „Gelb ist die nächste Farbe dem Lichte. Es hat eine heitere, muntere, sanft reizende Eigenschaft.“ Für ihn war Gelb eine Farbe, die Wohlbefinden und geistige Bewegung auslöst. Das alles bringen Zitronen ganz nebenbei mit – wenn sie in die Küche kullern.
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