Peperoni

Peperoni gehören wie Gemüsepaprika und Chilischoten zur großen Paprikafamilie. Rote Peperoni werden gern auch zu Gewürzen wie Paprikapulver und Rosenpaprika verarbeitet.

Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Brät man Peperoni in Öl an, bekommt das Öl eine wunderbar würzige Note für Steaks, \r\nKartoffeln oder Reis. Die Schärfe lässt sich dosieren, indem man die Peperonistückchen im Öl lässt oder aber herausnimmt.“
Jessica Gransow, Obst- und Gemüseexpertin im famila-Warenhaus Neumünster/Brachenfeld

Peperoni gehören wie Gemüsepaprika und Chilischoten zur großen Paprikafamilie. Rote Peperoni werden gern auch zu Gewürzen wie Paprikapulver und Rosenpaprika verarbeitet.

Schote mit Pepp

Kaum ein anderes Gemüse tritt in so vielen Sorten und Varietäten auf wie Paprika. Auch die Peperoni gehört zur Familie. Sie ist schärfer als Gemüsepaprika und milder als Chilischoten. So zumindest die Theorie. Es gibt rote Peperoni, die schon durch ihre knallige Farbe aussehen, als seien sie äußerst scharf. Beim vorsichtigen Probieren zeigt sich: So intensiv ist die Schärfe gar nicht. Und dann gibt es grüne Peperoni, die zart und unschuldig einen harmlosen Eindruck machen. Die Geschmacksprobe bringt ihre Schärfe im Mund sehr plötzlich zu Tage. Außerdem gilt: Kleine Schoten sind meist schärfer als große.

Einfach „geschmacklos“?

Der Geschmack von Peperoni lässt sich nicht in die klassischen Kategorien wie süß, sauer, bitter und salzig einordnen. Die feurige Schärfe gibt der Mundschleimhaut zwar auch einen Impuls, die Antwort des Körpers ist aber ein mehr oder weniger starkes Hitzeempfinden, bei sehr scharfen Sorten durchaus auch mal etwas schmerzhaft, wenn der Mund brennt. Auslöser dafür ist das Capsaicin. Es gehört zu den schärfsten Substanzen auf der Erde, unterstützt im Körper die Fettverbrennung und regt die Verdauungsprozesse im Magen an. Medizinisch wird Capsaicin für Pflaster und Salben gegen Nervenschmerzen und Durchblutungsstörungen eingesetzt.

Scharfe Vielfalt

Peperoni sind die perfekte Würze für Gulasch und andere Schmorgerichte, Paprikaschnitzel, Fischsuppen und Gemüse. Die Schoten schmecken zu Reis, als Flammkuchenbelag und im Nudelsalat. Besonders lecker sind auch gegrillte Peperoni – klassisch vom Grill oder aus dem Ofen. Mildere Exemplare lassen sich wie Gemüsepaprika mit Reis, Fleisch und Fisch füllen. Schärfere Sorten können in Rezepten den noch schärferen Chili ersetzen. Das Capsaicin wirkt übrigens auch gegen Bakterien und Pilze und somit dafür, dass Peperoni gut haltbar gemacht werden können, etwa beim Einlegen. Sie lassen sich aber auch zu Püree und Pesto verarbeiten. Mit Peperoni geht viel. Wie viel bei jedem in Sachen Schärfe geht? Vorsichtig herausfinden!

Rezepte