Rosenkohl
Rosenkohl genießt eine Art Kultstatus unter den Kohlsorten. Warum? Wegen seines unverwechselbaren Aromas und weil er mit dem übrigen, recht deftigen Wintergemüse kaum vergleichbar ist.
„Rosenkohl kommt bei uns im Norden zu Weihnachten fast überall auf den Tisch. Er schmeckt und ist etwas Besonderes.“
Volker Thomsen, Obst- und Gemüseexperte im Markant-Markt Bredstedt
Gut im Winter
Neben glänzendem Rotkohl und pikfein weißem Blumenkohl sieht Rosenkohl vielleicht etwas strubbelig aus. Nicht schlimm, sagen Profiköche. Sie empfehlen: Kräftig waschen, welke Blätter entfernen. Alles andere darf dranbleiben. Im Rosenkohl stecken gesunde Stoffe, die der Körper besonders jetzt gut gebrauchen kann. Dazu gehören die Senföle, die für den unverwechselbaren Kohlgeschmack verantwortlich sind. Diese Pflanzenstoffe wirken antibakteriell und entzündungshemmend, sind wärmend und durchblutungsfördernd. Sie stimulieren das Immunsystem und die Nieren.
Junges Gemüse
Was müssen sie gestaunt haben, die belgischen Gemüsezüchter, als sie im 18. Jahrhundert auf ihren Beeten den ersten Rosenkohl wachsen sahen. Anders als Rot- und Weißkohl wächst Rosenkohl nicht auf der Erde, sondern an einer hüfthohen Stange, der Sprossachse. Erst vor rund 160 Jahren kam das Gemüse nach Deutschland. Damit gehört es zu den Youngstern unter den Gemüsesorten. Da es belgische Gärtner waren, denen der erste Anbau gelang, trägt Rosenkohl auch den Namen Brüsseler Kohl. In Deutschland wird er vor allem im Norden und im Rheinland angebaut. Je nach Wetterlage geht die Saison in Norddeutschland bis etwa Mitte Februar. Also: Zeit nutzen und neue Rezepte ausprobieren!
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