Zwetschgen

Zwetschgen sind eine Unterart der Hauspflaumen und eignen sich besonders gut zum Kochen, Backen und Einmachen. Ihr Fruchtfleisch ist fester als das der anderen Sorten und etwas säuerlicher und herber.

„Unsere Kunden lieben die Zwetschgen jetzt ganz besonders. Sie sind so gut zum Backen und Einkochen geeignet.“
Diana Peschel, Obst- und Gemüseexpertin

Zwetschgen sind eine Unterart der Hauspflaumen und eignen sich besonders gut zum Kochen, Backen und Einmachen. Ihr Fruchtfleisch ist fester als das der anderen Sorten und etwas säuerlicher und herber.

Ode an den Sommer

Süß und saftig schmecken sie, und sie gehören zum Sommer wie Eis und Sonnenschein. So war es jedenfalls früher. Heute kämpft die Zwetschge im Ansehen der Verbraucher ums überleben. Zwischen Mittelbaden und Bodensee liegt Deutschlands größtes Anbaugebiet der Bühler Frühzwetschge. Sie war im 19. Jahrhundert so begehrt, dass man unzählige Eisenbahnzüge mit ihnen füllte, denn ganz Europa liebte die tiefblauen Früchte. Heute stehen die bis zu acht Meter hohen Bäume höchstens noch rund um die Höfe und werden im Nebenerwerb vermarktet. Die große Zeit der Zwetschge scheint vorüber. Wohl aus Gewohnheit greifen viele Verbraucher eher zum Apfel und zur Orange. Das ist jammerschade. Zwetschgen sind ein gesundes, einheimisches Obst, das in einer ausgewogenen Ernährung nicht fehlen sollte.

Tradition vom Blech

Glücklich kann sich schätzen, wer eine Oma oder eine Mutter hat, die Zwetschgenkuchen auf dem Blech gebacken hat – oder es noch heute tut. Das ist die Königsdisziplin der Zwetschge. Hier kann sie mit all ihren Vorzügen glänzen. Ihr festes, gelbes Fruchtfleisch bleibt nach dem Backen hübsch in Form. Die Früchte enthalten weniger Wasser als Pflaumen, sodass der Kuchen schön fest bleibt. Und das Aroma! Verfeinert mit etwas Sahne, am allerbesten mit Zimtsahne, ist der Kuchen eine Ode an den Sommer.

Hervorragend in der herzhaften Klasse

Wer jetzt meint, Zwetschgen ließen sich ausschließlich für Kuchen, Mus oder Sorbet nutzen, der kennt nur die halbe Wahrheit. Ihre Süße und ihr Aroma geben auch herzhaften Gerichten einen harmonischen Ausgleich. Besonders gut passen sie zu salzigen Käsesorten wie Feta – als Gratin oder als kalte Vorspeise. Auch würzige Chutneys schmecken köstlich. In puncto Kräuter und Gewürze sind Zwetschgen flexibel. Gut passen traditionell Zimt und Nelke, aber auch Ingwer, Curry und Thymian harmonieren mit den blauen Früchten.

Rezepte