Fruchtiges aus der Flasche
Aus Wagenfeld: Lütts Landlust bringt Heimatgefühl in die Flasche – prickelnd, spritzig und richtig erfrischend. Die Schorlen aus Fruchtsaft von Streuobstwiesen und firmeneigenem Mineralwasser erinnern an unbeschwerte Kindheitstage.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Die Idee hatte Dirk Lütvogt. Er wollte Getränke herstellen, die ihn an seine Kindheit erinnerten. An Oma Friedas Garten und an die herrlichen Früchte, die er nach Herzenslust naschen konnte. Er wollte den Weg zu den bäuerlichen Wurzeln der Familie zurückfinden. „Volle Pulle Heimat“ – das war sein Credo. Dirk Lütvogt übernahm den 1896 als Bierverlag gegründeten Familienbetrieb in vierter Generation und setzte 2012 mit seinem Projekt Lütts Landlust auf die richtige Karte. Verantwortungsvolles Wirtschaften und regionale Herkunft waren für ihn die wichtigsten Themen. Die gute Basis bildete das Mineralwasser der eigenen Auburg Quelle.
Als Obstlieferanten fand Dirk Lütvogt kleine Familienbetriebe in der näheren und weiteren Umgebung. Nach seinem frühen Tod übernahmen seine Frau Elke (rechts auf dem Foto) und Finanzchefin Gabriele Henke die Geschicke der Firma und führen sie in seinem Sinn weiter. Davon zeugen die mehrfachen Auszeichnungen einiger Saftschorlen als „Kulinarischer Botschafter Niedersachsen“. Da ist zum Beispiel die Sorte „Stachel-Bär“ mit 20 Prozent thüringischem Bio- Stachelbeersaft, harmonisch gemischt mit 45 Prozent naturtrübem Apfelsaft. Oder die „Schöne Helene“, eine wunderbare Kombination aus Apfel und Birne. Bei „Strandlust“ spielt der Sanddorn die Hauptrolle. Auch die gute alte Quitte haben die Schorlen-Experten mit Saft aus der Birnenquittensorte Vranja im Sortiment. Alle Schorlen werden in Mehrweg- Glasflaschen abgefüllt. Beim Ausbau der Lagerflächen ging man besondere Wege. Wie eine große, aus Holz gefertigte Arche treibt das Lager in der Landschaft. Das 10.000 Quadratmeter große Gründach ist mit heimischen Wildblumen bepflanzt und bietet Faltern, Feldlerchen und Fledermäusen einen attraktiven Lebensraum. Es dient der Hochschule Osnabrück als Forschungsprojekt.