Grünes Blattgold
SPINAT frisch und zart vom Feld hat so gar nichts mit dem Tiefkühlgemüse zu tun, das wir alle kennen. Wetten?
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Wer Spinat bislang als Rahmspinat aus der Tiefkühltruhe liebt, der kann aktuell ganz neue Genusswelten entdecken. Das Blattgemüse, das jetzt erntefrisch von den hiesigen Feldern zu uns auf den Tisch kommt, kann so gut wie alles: Es schmeckt roh und gegart, wird als ganzes Blatt gegessen, gehackt und püriert und macht sich im Auflauf oder zu Fisch und Nudeln ebenso gut wie als köstlicher Solostar.
Traumpaare der Welt
Viele Fans hat das Trio aus Spinat, Salzkartoffeln und Ei. Die italienische Küche schwört auf das Traumpaar Spinat und Käse als Auflauf. Nicht zu vergessen das Traumpaar Spinat mit Lachs. Beliebt auf jeder Feier sind mit Spinat und Fetakäse gefüllte Teigtaschen. Im libanesischen Spinateintopf bekommt das grüne Gemüse Pinienkerne und Bulgur zur Seite. Unsere Traumpaare für diesen Monat sind Spinat mit Oliven als herzhafte Muffins (siehe rechte Seite) und Spinat mit Paprika und Pinienkernen als Sommersalat (siehe Seite 26). Lecker würzig wird Spinat mit Knoblauch, Chili, Zwiebeln, Muskatnuss sowie Salz und Pfeffer.
Kleine Spinatkunde
Im Mittelalter war ein anderes Spinatgemüse beliebt: die Gartenmelde. Sie wurde vom heutigen, aromatischeren Spinat vom Teller verdrängt und zum Gartenunkraut degradiert. Spinat wird weltweit angebaut – außer in den Tropen, wo es dem Gemüse zu heiß ist. Der jetzt erhältliche zarte Sommerspinat ist besonders lecker roh in Salaten, Smoothies und Pesto. Der leicht gewellte Winterspinat eignet sich gut für gegarte Varianten. Die Unterscheidung zwischen Blatt- und Wurzelspinat beschreibt das Ernteverfahren des Gemüses. Während beim Blattspinat die Blätter gepflückt werden, wird beim Wurzelspinat die gesamte Pflanze mit Wurzelansatz geerntet. Als Babyspinat bezeichnet man jung geerntete, extra zarte Spinatblätter.
Rezepte