Sagenhafte Knolle
Knoblauch schenkt knackige Würze, die zu fast allem passt und außerdem ein echter Muntermacher ist.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Ich empfehle zur perfekten Dosierung, Knoblauchzehen zu zerkleinern und in gutes Olivenöl einzulegen. Einen Tag ziehen lassen, dann damit die Gerichte nach Geschmack würzen.“
Jenny Gehl, Obst- und Gemüseexpertin im famila-Warenhaus Kiel/Wik
Knoblauch wird in vielen Küchen der Welt wegen seiner kräftigen Schärfe geschätzt. Asiatische Gemüsepfannen, Fleisch- und Fischgerichte, mediterrane Pasta- und Salatsoßen bekommen mit Knoblauch einen unverkennbaren Geschmack. Wem Knoblauch bislang zu kräftig war, dem sei eine frische Knolle ans Herz gelegt. Frischer Knoblauch, erkennbar am grünen Stängel, ist milder und knackiger. Eine besonders sanfte Knobinote zaubert man herbei, wenn man nur Pfanne und Teller mit einer aufgeschnittenen Zehe einreibt.
Die Sache mit der Fahne
Das kräftigste Aroma besitzt roher Knoblauch. Gegart sind die Zehen milder. Die leckeren und gesunden, geschmacksgebenden ätherischen Öle verfliegen schnell. Daher raten Profiköche von der Verwendung einer Knoblauchpresse ab. Damit die typische Knoblauchnote im Essen landet und nicht als Geruch in der Küche, soll man die Zehen erst kurz vor der Verarbeitung schneiden. Gegen die berüchtigte Knobi-Fahne soll anschließendes Kauen von Petersilie, Minze oder Kaffeebohnen helfen. Allerdings: Etwaiger Knoblauchatem ist letztlich nur ein Zeichen, dass jemand lecker und gesund gegessen hat!
Gegen Vampire und Bakterien
Knoblauch wird aus Spanien, Frankreich, Peru und China importiert. Er begleitet die Menschen schon lange. Früher setzte man darauf, dass er Vampire, Geister und andere Ungeheuer verscheuchen kann. Heute hat die Wissenschaft herausgefunden, dass Knoblauch das Immunsystem stärkt, die Blutgefäße schützt und stark antibakteriell wirkt. Wer keinen Knoblauch im Haus hat, darf jetzt loslaufen!
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