Verwöhnt den Gaumen, wärmt das Herz
Milch und Sahne, Joghurt und Butter von der Meierei Horst aus dem Kreis Steinburg nordwestlich von Hamburg haben viele Fans. Die Genossenschaft aus Bauern und Konsumenten lebt das Credo der Gemeinwohl-Wirtschaft: Den Landwirten, den Mitarbeitern und auch den Milchkühen soll es gut gehen.
Foto(s): Frederik Röh
Vorstandschef Achim Bock (rechts auf dem Foto mit Produktionsleiter Andreas Reher) ist überzeugt: „Man schmeckt den Unterschied“, sagt er, während er von den köstlichen Produkten der kleinen Meierei in der Gemeinde Horst erzählt. „Wir erhitzen unsere Milch behutsam, sodass Keime absterben, aber die Milchsäurebakterien erhalten bleiben. So kann man aus der Milch sogar Dickmilch herstellen.“ Die 1891 gegründete Meierei sei „die letzte ihrer Art in Schleswig- Holstein“. Das elfköpfige Team setzt auf moderne Abfüll- und Kühlanlagen, aber auch auf handwerkliche Tradition. Das honoriert die schleswig- holsteinische Landwirtschaftskammer, die den Produkten der Meierei das Gütezeichen „Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein“ verliehen hat.
„Erfrischend wie in Kindertagen“
„Die Milch macht’s – noch immer“, erzählt Achim Bock von den Vorlieben der Kunden, die die Wahl zwischen zwei Sorten mit 3,5 oder 1,5 Prozent Fettgehalt haben. Mit derJahreszeiten- Milch ist zudem eine nicht-homogenisierte Bio- Vollmilch mit natürlichem Fettgehalt im Angebot. Auch die Buttermilch, die in der Meierei beim klassischen Butterungsprozess entsteht, komme bestens an. „Die schmeckt dank langer Reifezeit so erfrischend wie in Kindertagen.“ Ebenso beliebt sei der stichfeste Naturjoghurt im Glas. Wer die ganze Horster Vielfalt genießen möchte, greift außerdem gern zur Crème fraîche, zur Sauerrahmbutter oder zur Schlagsahne mit 32 Prozent Fett, deren hervorragende Eigenschaften sich auch bei Bäckern und Eisherstellern herumgesprochen haben. Sieben Milchbauern aus der Region beliefern die Meierei. „Im Sommer grasen die Kühe auf den Weiden. Das Winterfutter wird ohne Gentechnik hergestellt“, erklärt Achim Bock.
Auf den Beinen der Genossenschaft
Auf den Beinen der Genossenschaft Die Landwirte der Genossenschaft profitieren von einem fairen Umgang miteinander. „Wir garantieren einen festen Milchpreis, der deutlich über den üblichen Preisen liegt“, berichtet der Chef der Meierei, der selbst Biolandwirt ist. Enorme Unterstützung bekommt das Unternehmen von den Kundinnen und Kunden: Sie können Genossenschaftsanteile erwerben und bekommen damit ein demokratisches Mitspracherecht. „Sie halfen vor zehn Jahren dabei, eine Krise zu überwinden und die Meierei in die Zukunft zu führen“, berichtet Achim Bock. „Eine Frau schrieb uns, das ginge gar nicht, wenn ihre geliebte Buttermilch aus dem Regal verschwinden würde.“ Sie gehört nun zu den 780 Genossinnen und Genossen – den heimlichen Rettern der „letzten Meierei ihrer Art“. Erhältlich bei famila in Ahrensburg, Bad Segeberg, Elmshorn, Hamburg-Steilshoop, Kaltenkirchen, Norderstedt, Pinneberg-Nord, Pinneberg-Rosenfeld, Quickborn, Uetersen und Wedel sowie in einigen Markant-Märkten.
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