Schalotten

Schalotten haben ein feineres, weniger scharfes Aroma als die anderen Küchenzwiebeln. Ihr eher süßlicher und würziger Geschmack verfeinert Soßen, Fleisch- und Fischgerichte sowie Salate.

Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Schalotten verwendet man viel zu selten, dabei passen sie eigentlich immer. Nicht nur in französischen Gerichten, sondern auch in der norddeutschen Küche machen sich diese kleinen Zwiebeln wunderbar.“
Simone Burmeister, Obst- und Gemüseexpertin

Schalotten haben ein feineres, weniger scharfes Aroma als die anderen Küchenzwiebeln. Ihr eher süßlicher und würziger Geschmack verfeinert Soßen, Fleisch- und Fischgerichte sowie Salate.

Erste Klasse in jeder Beziehung

Zwar sind Schalotten milder als gewöhnliche Speisezwiebeln, dennoch treibt es einem auch bei ihrer Zubereitung die Tränen in die Augen. Das liegt am intensiv duftenden Allizin, das beim Zerkleinern entsteht. Zusammen mit anderen ätherischen Ölen sorgt es nicht nur für Tränen und leckeres Zwiebelaroma, es ist auch bekannt dafür, stark entzündungshemmend zu wirken. Das ist nützlich bei Erkältungen und kurbelt den gesamten Stoffwechsel an.

Die vielseitige Edelzwiebel

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Trotz dieser hervorragenden Tugenden hat die Schalotte einen argen Abstieg hinter sich. Lange Zeit hatte die Schalotte eine Sonderstellung in der Zwiebelfamilie, war sie doch den Botanikern so viel wert, dass sie als eigenständige Art angesehen wurde. Damit ist es vorbei. Das Edelzwiebelchen wurde der gewöhnlichen Speisezwiebel zugeordnet. Mon dieu, was für ein Abstieg. Dem feinwürzigen Aroma einer Schalotte kann das nichts anhaben. Ebenso wenig ihrer wunderbaren Vielseitigkeit – ob geschmort zum Möhrenrisotto oder in einer raf nierten Schalottensuppe, alles geht.

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