Traum vom Baum
PFLAUMEN gelten zwar als sehr traditionelles Sommerobst, überraschen aber auch mit neuen Zubereitungsvarianten.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Neben den allgegenwärtigen Bananen oder Saisonobst wie Himbeeren gelten Pflaumen als eher bodenständig. Kenner unterscheiden zwischen echten Pflaumen und Zwetschgen und wissen, dass beides Pflaumen sind – mit kleinen, aber feinen Unterschieden: Echte Pflaumen sind rundlich, süßlicher und tragen eine Furche. Zwetschgen sind länglich, etwas säuerlicher, und ihr Stein löst sich leichter. Ob echte Pflaumen oder Zwetschgen: Dieses Obst schmeckt – direkt aus der Hand, im Blechkuchen mit Schlagsahne und im Einmachglas für volles Pflaumenaroma im Winter. Auch Friesentorte, Soßen zu asiatischen Rollen (siehe Rezept auf Seite 26) und Crumble mit Pflaumen schmecken vorzüglich.
Von Natur aus gut geschützt
Typisch für Pflaumen ist ihr dünner, weißlicher Belag auf der Schale. Dieser sogenannte Duftfilm hält die Frucht frisch und saftig. Die Schicht wird kurz vor der Verarbeitung einfach mit Wasser abgewaschen. Zum Entsteinen gibt es spezielle Pflaumenentsteiner. Ebenso gut funktioniert es mit einem Messer, mit dem die Pflaume in der Mitte einmal rundherum bis zum Stein eingeschnitten wird. Dann die Hälften leicht gegeneinander drehen, auseinanderklappen und den Stein entnehmen.
Viele Sorten, lange Ernte
Zwetschgen bleiben auch nach dem Garen fest und in Form. Daher sind sie gut für Kuchen geeignet. Die Früchte am besten mit der Schale nach unten auf den Teig legen und nicht zusätzlich zuckern. Echte Pflaumen hingegen sind saftiger und zerfallen beim Kochen. Sie sind ideal für Fruchtaufstriche, Chutneys und Rezepte wie unser Pflaumen-Quark-Parfait (siehe rechte Seite). Dank einer großen Sortenvielfalt ist die Pflaumensaison inzwischen recht lang geworden. Bis in den Oktober hinein gibt es pflückfrische Pflaumen aus Norddeutschland.
Rezepte