Zauberhaft zart
FRÜHKARTOFFELN werden jetzt auf heimischen Äckern geerntet und bringen den Frühling auf den Tisch.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Sobald der Boden frostfrei ist, kommen sie in die Erde, und jetzt im Mai können die Frühkartoffeln schon geerntet werden. Zur großen Freude ihrer Fans, denn sie sind unvergleichlich zart im Geschmack und einfach köstlich – zum Spargel, mit frischen Kräutern oder einfach mit Butter. Die dünne Schale und anhaftender Sand lassen sich mit einer Bürste unter fließendem Wasser abschrubben. Es reicht aber auch, die Knollen nur zu waschen, dann samt Schale zu garen und zu genießen. Anders als Lagerkartoffeln kommen Frühkartoffeln von hiesigen Feldern direkt in den Handel.
Zukunftsforschung
In großen Gewächshäusern in Windeby bei Eckernförde wachsen rund 65 Kartoffelsorten. Jeden Tag werden hier männliche und weibliche Blütenteile der Kartoffelpflanzen eingesammelt, um sie gezielt miteinander zu kreuzen. Der schleswig-holsteinische Betrieb, der zur international agierenden Solana-Gruppe gehört, stellt rund 180.000 Tonnen Pflanzgut pro Jahr her und exportiert es in etliche Länder. Außerdem werden neue Sorten gezüchtet, die optimal an die sich ändernden Klimabedingungen in Europa angepasst sind. Bis zur Zulassung beim Bundessortenamt vergehen bis zu 15 Jahre. So lange werden die Neuzüchtungen in Feldversuchen angepflanzt und beobachtet.
Heißgeliebte Knollen
Laut Statistik essen wir in Deutschland pro Jahr mehr als 60 Kilogramm Kartoffeln in diversen Zubereitungsarten: klassisch als Salzkartoffeln oder Pommes frites, kreativ als Herzoginkartoffeln oder selbst gemachte Kroketten, aber natürlich auch zum Knabbern in Form von Chips. Die feinen Frühkartoffeln eignen sich ideal als Pellkartoffeln mit Quark, als knusprige Bratkartoffeln mit Salat und für den Kartoffelsalat zum Grillen. Nichts wie ran an die ersten Kartöffelchen!
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