Aroma in Schwarzblau
Brombeeren sind aromatische und saftige Früchte mit viel Sommergeschmack und reichlich Vitaminen.
Brombeeren sollten nicht lange liegen, sondern schnell verzehrt werden. Ich mag die süß-säuerlichen Beeren am liebsten im Ganzen – als Topping auf dem Joghurt oder einfach pur.
Thomas Keller, stellvertretender Marktleiter bei Markant in Eckernförde/Borby
Brombeeren gehören zu Norddeutschland wie die Meere und der Horizont. Im subatlantischen Klima von Ost- und Nordsee fühlen sich die stacheligen Büsche richtig wohl und gedeihen prächtig. Schleswig-Holstein gehört sogar zu den brombeerreichsten Gebieten Deutschlands. Jetzt im August startet die hiesige Ernte auf den kleinen Plantagen. Die Beeren wachsen an den Zweigen, die an Kletterhilfen ranken, und werden per Hand meist direkt in die Verkaufsschalen gepflückt.
Lecker und gesund
Blau ist insgesamt eine eher selten anzutreffende Farbe im Pflanzenreich. Das gilt umso mehr für das tiefe Schwarzblau der Brombeere. Bei der Zubereitung mit Milchprodukten wie Sahne und Joghurt sowie mit hellen Obstsorten ergeben sich interessante Kontraste. Ganz nebenbei tun diese tiefdunklen Pflanzenfarbstoffe dem Körper gut. Sie stärken Stoffwechselprozesse und wirken sich positiv auf das Blutgefäßsystem sowie den Blutdruck aus. Zudem gelten diese Substanzen als entzündungshemmend und antibakteriell.
Paradies für Bienen und Co.
Brombeerranken sind unfassbar stachelig und haben die Eigenschaft, sich schnell und kräftig auszubreiten. Dennoch haben Brombeeren auch in unseren Gärten durchaus eine gewisse Daseinsberechtigung, denn für Insekten sind sie ein hochwillkommenes Ziel. Die Blüten, die von Mai bis August erscheinen, enthalten reichlich Nektar und Pollen. Bienen, Hummeln und Co. fliegen darauf! Brombeeren sind also in mehrfacher Hinsicht wichtig: für die Insektenwelt, für Norddeutschland und für alle Genießer, die sich den Beerenhochgenuss als Brombeersahne, Smoothie oder Gelee zu eigen machen möchten.
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