Bündelweise Schärfe
RADIESCHEN starten jetzt in die einheimische Saison und bereichern nicht nur den Osterbrunch mit pikanter Schärfe.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Radieschen sind einfach superlecker – im Salat, als Brotbelag und als würzige Dekoration zum Osterbrunch.“
Jessika Durchholz, Obst- und Gemüseexpertin im famila-Warenhaus Eckernförde
Manche Radieschenfans übertreiben es mit ihrer Verehrung ein bisschen. Der Erdfloh ist einer von ihnen. Er liebt Radieschenblätter. Er hat sie zum Fressen gern und tut das, wo und wann immer er kann. Landwirte vertreiben den nur zwei Millimeter großen Käfer durch häufigeres Hacken und Wässern. Gesunde Blätter sind die Voraussetzung für eine gute Ernte der würzigen und dekorativen kleinen Kugeln. Radieschen sind ganzjährig als Freilandware erhältlich. Von etwa Mitte März bis in den September kommen sie meist aus Süddeutschland zu uns, die übrige Zeit aus Italien.
Klein, aber oho
Klein, aber oho Radieschen überraschen mit einer kräftigen Schärfe, die sie den enthaltenen Senfölen zu verdanken haben. Es sind Scharfstoffe, die auch Rettich, Kresse und Rucola ihr pikantes Aroma verleihen. Radieschen aus dem Freiland sind meist noch etwas würziger als Treibhausware. Neben den bekannten roten Radieschen gibt es weiße, rosafarbene, violette sowie weißrote Sorten. Das Innere ist stets weiß. Beim Garen verlieren Radieschen meist ihre Farbe und werden milder im Geschmack.
Zwerge mit tausend Möglichkeiten
Eine einfache und sehr schmackhafte Zubereitung: Ein frisches Butterbrot mit in Scheiben geschnittenen Radieschen belegen und mit etwas Salz bestreuen. Salz mildert die Schärfe ein wenig. Die kleinen Knollen schmecken wunderbar in Salaten, eignen sich hervorragend zum Dekorieren und überzeugen gedünstet, in heller Soße serviert. Die Blätter lassen sich wie Spinat zubereiten, schmecken in Smoothies und püriert im Pesto. Wer mag, schnitzt mit einem scharfen Messer Muster oder – ganz saisongerecht – kleine Osterhasen in die Knollen.
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