Eisbergsalat
Der Eisbergsalat ist der absolute Salatliebling. Er ist mild im Geschmack, vielseitig kombinierbar und passt mit einem Wassergehalt von 95 Prozent wunderbar zu allen Frühlingskuren.
„Ich mag den Eisbergsalat gern auf einer Stulle mit Salami oder Käse. Dadurch bleibt der Snack lange frisch und lecker.“
Maria Metzner, Obst- und Gemüseexpertin im famila-Warenhaus Bergen
Geht nicht, gibt’s nicht, wird sich der norddeutsche Bauer gedacht haben, als er auf gut Glück eine Handvoll Eisbergsalatsamen aussäte. Das war in den 1980er-Jahren, als dieser Salat noch ausschließlich in den USA angebaut wurde. Zunächst sah es so als, als ob Eisbergsalat in Deutschland doch nicht ginge. Die Keimlinge blieben mickrig, sodass der Landwirt beschloss, sie unterzupflügen und die Sache zu vergessen.
Die Mimose im Salatbeet
Beim Gemüseanbau ist grundsätzlich eine Menge zu bedenken. Bodenzusammensetzung, Bewässerung, Witterung, Schädlingsbekämpfung – alles will sorgsam im Auge behalten werden. Beim Eisbergsalat kommt hinzu, dass er eine echte Mimose ist. So robust er auf dem Teller wirkt, so anspruchsvoll ist er auf dem Acker. Er möchte eine perfekte Kombination aus warmen Temperaturen, genau ausreichend Wasser, keinen Frost und immer ein bisschen Wind über dem Kopf.
Randvoll mit Wasser
Es war ein glücklicher Zufall, dass besagter Landwirt erst einige Wochen später wieder zu seinem Eisbergsalatfeld kam, um es zu pflügen. Denn siehe da: Aus den Keimlingen waren doch noch stattliche Salatköpfe geworden. Seitdem wird in Deutschland diese knackfrische Salatsorte angebaut. Die Ernte startet ab etwa Ende April. Das Frischegeheimnis des Eisbergsalats: randvoll mit Wasser gefüllte Zellen. Dadurch sind die Blätter zwar recht druckempfindlich, dafür aber noch knackfrisch, wenn Kopfsalat und Co. längst welk sind. Dank seiner festen Blätter verträgt Eisbergsalat auch gehaltvolle Salatsoßen wie ein Gorgonzoladressing. Und er lässt es sich sogar gefallen, zusammen mit Möhren und Porree in der Pfanne geschmort zu werden.
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