Blaues Wunder
HEIDELBEEREN sind Sommerglück pur. Sie passen nicht nur zu süßen, sondern auch zu vielen herzhaften Speisen.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Diese Früchte beweisen, dass nicht jedes Sprichwort stimmt. Wer sprichwörtlich sein blaues Wunder erlebt, dem steht etwas Unerwartetes, meist Unangenehmes bevor. Früher stand die Farbe Blau im Volksmund für Täuschung. Heidelbeeren sind auch ein blaues Wunder, aber etwas überaus Schönes, etwas durch und durch Köstliches. Das Beste: Jetzt werden die Heidelbeeren bei uns im Norden geerntet. Sie haben extra viel Aroma, und ihre Vielseitigkeit ist das schönste blaue Wunder, das wir uns vorstellen können.
Von Heidelbeeren und Blaubeeren
Im Handel sind Kulturheidelbeeren erhältlich. Sie wurden aus der amerikanischen Heidelbeere gezüchtet und wachsen auf Plantagen an etwa zwei Meter hohen Sträuchern. Sie haben ein helles Fruchtfleisch und eine robuste Schale. Die schützt sie auf dem Transport aus Marokko, Südamerika und Spanien – von dort kommen Heidelbeeren von Oktober bis Juni zu uns. Wilde Heidelbeeren, die in unseren Wäldern wachsen, sind kleiner und druckempfindlicher. Ihr Fruchtfleisch ist wie die Schale dunkelblau gefärbt. Je nach Region werden sie auch Blaubeeren oder Bickbeeren genannt. Als Heidekrautgewächs findet man sie im Halbschatten von Laub- und Nadelwäldern.
Von Pfannkuchen bis Tarte
Heidelbeeren sind sprichwörtlich in aller Munde. Sie schmecken im Müsli und Quark, in fruchtigen Bowls und als Eis (siehe Rezept auf der rechten Seite). Sie ergeben köstliche Konfitüren und sind ideal für Muffins und Kuchen. Sie veredeln das Salatdressing, passen als Marinade zum Matjes und sind natürlich pur aus der Hand einfach köstlich. Nicht zu vergessen: der schlichte und himmlisch leckere Heidelbeerpfannkuchen. Oh, du schöne Heidelbeerzeit im Norden!
Rezepte