Einer wie keiner
Dieser Kohl kommt jetzt wie gerufen – als Gemüse aus heimischem Anbau mit tausend Möglichkeiten.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Chinakohl schmeckt von allen Kohlsorten am wenigsten nach Kohl. Er wird geliebt für sein besonders mildes Aroma und seine überaus knackige Frische. Die Blätter können auch schwere Dressings, Dips und Soßen gut vertragen. Um es vorwegzunehmen: Dieses Gemüse könnte auch Viel- seitigkeitskohl heißen.
Roh und gegart
Chinakohl lässt sich wie Blattsalat zubereiten. Er passt wunderbar zu Wraps und Burgern. Obst wie Äpfel, Orangen und Mandarinen sind ideale Begleiter. Ebenso gut eignet sich Chinakohl als geschmortes Pfannengemüse – besonders für alle Wokgerichte ist er eine geliebte Zutat. Seine langen Blätter hüllen Kohlrouladen ein und harmo- nieren gut zu Geflügel und Fisch. In Korea wird Chinakohl zum Nationalgericht Kimchi zubereitet. Das Prinzip ähnelt der Sauerkrautherstellung aus Weißkohl.
Immer nah, immer da
Auch wenn sein Name nach einem weit gereisten Kandidaten klingt: Bis auf eine kurze Pause im Frühjahr ist Chinakohl ganzjährig aus hiesigem Anbau erhältlich. Jetzt im November kommt er vor allem aus Niedersachsen. Im Kühlschrank hält er sich etwa eine Woche. Da die Köpfe meist recht groß sind, können sie gut nach und nach aufgebraucht werden. So haben viele Zubereitungen nacheinander ihren großen Auftritt.
Rezepte