Goldgelb aus dem Wald
Diese Wildpilze lassen sich nicht züchten, sondern kommen direkt aus dem Wald zu uns.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
Pfifferlinge kommen bei uns mit ins Rindergulasch, nach einem alten Rezept meiner Oma. Zudem kann man sie wunderbar trocknen.
Silvia Wendt, Obst- und Gemüseexpertin im Markant-Markt Boizenburg
Das große Reich der Pilze ist ein wunderliches. Es ist biologisch irgendwo zwischen Pflanzen und Tieren angesiedelt. Pilze wachsen in Wäldern, verborgen unter Büschen und Bäumen. Pfifferlinge gehen dabei Lebensgemeinschaften mit Nadel- und Laubbäumen ein.
Wilde Überlebenskünstler
Die Pilzwurzeln legen sich um die Feinwurzeln der Bäume, versorgen diese mit Wasser und Nährstoffen und beschützen sie vor Wurzelschädlingen. Im Gegenzug bekommen Pilze von den Bäumen lebenswichtige Zuckerverbindungen. Anders als Champignons, Austernpilze und Co. lassen sich die herrlichen Pfifferlinge nicht kultivieren. Daher gibt es sie nur jetzt zur Pilzsaison.
Kleine, feine Köpfe
Was wir als Pilze in der Pfanne braten, als Suppe zubereiten und zu Pastasoße verarbeiten, ist nur ein winziger Teil des Gewächses. Das unterirdische Wurzelgeflecht einiger Arten kann riesige Ausmaße annehmen. Die goldgelben Pfifferlinge werden für ihr kräftiges, leicht pfeffriges Aroma geliebt. Sie sollten stets gegart gegessen werden – auch als Salatzutat (Rezept siehe Seite 30). Ihr würziger Geschmack passt zu Nudeln, Klößen, Reis sowie zu Fleisch- und Eiergerichten (Rezept siehe rechte Seite). Die bei uns erhältlichen Pfifferlinge haben ab Spätsommer bis in den Herbst hinein Saison und stammen meist aus osteuropäischen Wäldern.
Rezepte