Rote Sommerliebe
KIRSCHEN gehören zu den wunderbarsten Geschenken des Sommers – süß, saftig, sagenhaft.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
„Ich liebe ganz besonders die kalte Kirschsuppe mit selbst gemachten Klößen von meiner Schwiegermutter. Köstlich und erfrischend.“
Timo Schröder, Marktleiter bei Markant in Bredstedt
Die Reihenfolge bleibt jedes Jahr gleich: Zuerst werden die weichen Herzkirschen reif, dann folgen die festeren Knubber- oder Knorpelkirschen, und zum Schluss genießen wir die tiefroten Sauerkirschen. In diesen Tagen geht es mit der einheimischen Kirschenernte los. Hoffen wir, dass sie diesmal ebenso üppig ausfällt wie im vergangenen Sommer, als die Wachstumsbedingungen für Kirschen optimal waren.
Gut geschützt
Auch im Alten Land, dem großen Obstgarten in der Elbmarsch südwestlich der Elbe in Hamburg und Niedersachsen, beginnt nun wieder die Erntezeit für die Kirschen. Viele behaupten, die Früchte von hier seien die aromatischsten. Auf jeden Fall dürfen sie sehr lange an den Bäumen reif werden. Damit die knallroten, saftigen Früchte in üppiger Zahl in den Körben landen, wachsen Kirschbäume meist gut geschützt unter einem Dach aus Folie und Netz. Das hält dicke Regentropfen ebenso wie Schädlinge wie die Kirschessigfliege fern. Das Dach wird zu Beginn der Blüte aufgespannt und bewahrt die Bäume auch vor späten Frösten, die von den Obstbauern sehr gefürchtet sind. Eindachung und Netzung sind zwar kostenintensiv, doch für eine reichliche Ernte unentbehrlich bei uns im Norden.
Viele Rezepte, kurze Saison
Neben verbreiteten Klassikern wie Roter Grütze, Schwarzwälder Kirschtorte und eingekochten Leckereien in diversen Variationen gibt es typisch norddeutsche Rezepte mit Kirschen – etwa Dithmarscher Mehlbeutel mit Kirschsoße und Mecklenburger Götterspeise mit Kirschen und Sahne. Der Genuss dieser köstlichen Sommerfrüchte sollte auf keinen Fall aufgeschoben werden. Die Saison für die Kirschen aus unserer Nachbarschaft geht im August schon wieder zu Ende.
Rezepte