Raffinierte Krausköpfe
Er gilt als klassisches Wintergemüse, dabei ist dieser Kohl ganzjährig erhältlich und unsagbar vielseitig.
Foto(s): Frederik Röh, Henrik Matzen
In meiner Heimat in der Region Flensburg essen wir Wirsingkohl besonders gern als deftigen Eintopf.
Niels Hoppe, angehender Handelsfachwirt im Markant-Markt Kropp
Dieser Kohl fällt ins Auge. Seine Blätter sind kunstvoll kraus gefaltet, und die äußeren umranden ihn wie ein schicker Kragen. Von außen nach innen wechselt die Blattfarbe über viele feine Nuancen von kräftigem Grün zu sanftem Hellgrün. Eigentlich ist dieser Kohl viel zu schön zum Essen. Dennoch empfehlen wir den Genuss ausdrücklich, denn Wirsingkohl bringt viel Aroma und eine raffinierte Zubereitungsvielfalt mit sich.
Solo und im Orchester
Jetzt im September ist langsam Schluss mit der Saison für den zarteren Sommerwirsing; er wird vom herzhafteren, festeren Winterwirsing abgelöst. Während die frühen Sorten hellere Blätter haben und milder schmecken, sind die Köpfe, die im Winter geerntet werden, dunkler und intensiver im Geschmack.
Sommerlich und winterlich
Als Chips, in der Nudelsoße oder im Salat mit Burgersoße (Rezept auf Seite 22) – in etlichen Rezepten schlüpft Wirsingkohl in ganz neue, köstliche Rollen. Er eignet sich für Quiches, Aufläufe und Nudelgerichte. Natürlich passt Wirsingkohl auch klassisch in den Eintopf, in die Suppe, als Rahmgemüse zu deftigen Gerichten und in die Kohlroulade – mit Fleisch oder vegetarisch. Die Blätter lassen sich als dekorative Schalen für Dips und kalte Soßen verwenden.
Rezepte